Mein Führungsverständnis

Ich verbinde klare Ziele und Ergebnisverantwortung mit echten Entscheidungsräumen. Führungskräfte sollen wissen, wofür sie verantwortlich sind und welche Entscheidungen sie eigenständig treffen können.

Verantwortung zu übertragen bedeutet für mich, auch Entscheidungen zu akzeptieren, die ich selbst anders getroffen hätte. Meine Aufgabe ist es, die gemeinsame Richtung zu klären und dort zu entscheiden, wo die Verantwortung eines einzelnen Bereichs endet.

Im Führungsteam vertrete ich eine eigene Position und bin bereit, sie im Gespräch zu verändern. Nach einer gemeinsamen Entscheidung trage ich die vereinbarte Linie verlässlich mit. Eigenständige Einrichtungen brauchen diese Verbindlichkeit dort, wo ihre Entscheidungen das gesamte Unternehmen betreffen.

Von der gemeinsamen Strategie zur pfadorientierten Führung

Am St.-Antonius-Hospital Eschweiler habe ich 2013 den Strategieprozess „SAH 2018“ initiiert. Die breite Beteiligung von Mitarbeitenden und Führungskräften bildete die Grundlage für eine gemeinsam entwickelte Unternehmensstrategie mit klaren Zielen und Verantwortlichkeiten.

In meiner späteren Geschäftsführungsverantwortung habe ich diesen Führungsansatz auf die standortübergreifende Zusammenarbeit mehrerer Krankenhäuser übertragen. Im Mittelpunkt stand die Verbindung medizinischer, pflegerischer und kaufmännischer Verantwortung in einer gemeinsamen Führungs- und Steuerungsstruktur.

Die pfadorientierte Unternehmenssteuerung entwickelt diesen Gedanken weiter. Der vollständige Behandlungspfad wird zur gemeinsamen Bezugsgröße unternehmerischer Entscheidungen, auch über die Grenzen einzelner Versorgungsbereiche hinweg. Medizinische Qualität, funktionelle Ergebnisse und Wirtschaftlichkeit werden durch gemeinsame Ziele, klare Verantwortlichkeiten und messbare Indikatoren miteinander verbunden.